Drei regulatorische Kategorien

Nicht alle Peptide werden regulatorisch gleich behandelt. Einige sind seit Jahrzehnten zugelassene Arzneimittel, andere gelten als FDA-Kategorie-2-Substanzen, die Rezepturapotheken nicht mehr verwenden dürfen, und wieder andere haben nie ein formales Zulassungsverfahren durchlaufen.

Zugelassene Arzneimittel

Semaglutid (Ozempic/Wegovy), Tirzepatid (Mounjaro/Zepbound), Tesamorelin (Egrifta), Sermorelin (Geref, historisch) und Bremelanotid/PT-141 (Vyleesi) sind Beispiele für Wirkstoffe, die reguläre FDA-Zulassungsverfahren durchlaufen haben.

FDA-Kategorie-2 und WADA-gelistete Substanzen

BPC-157, TB-500, GHK-Cu (injizierbar), IGF-1 LR3, DSIP und MOTS-c zählen zu den Substanzen, die als FDA-Kategorie-2 eingestuft und/oder von der WADA verboten sind – ein Hinweis darauf, dass sie zunehmend regulatorische Aufmerksamkeit erhalten, ohne offiziell zugelassen zu sein.

Reine Forschungssubstanzen

Peptide wie Epitalon, Selank und Semax sind in Russland als verschreibungspflichtige Arzneimittel zugelassen, besitzen jedoch in den USA oder der EU keinerlei Zulassungsstatus – ein Beispiel dafür, wie stark sich die regulatorische Einordnung je nach Land unterscheiden kann.

Warum das wichtig ist

Der regulatorische Status sagt nichts über Sicherheit oder Wirksamkeit aus, zeigt aber, wie unterschiedlich weit die klinische Prüfung verschiedener Wirkstoffe fortgeschritten ist.

Quellen

  • Wilding JPH, et al. NEJM. 2021;384(11):989–1002. PMID 33567185
  • Jastreboff AM, et al. NEJM. 2022;387(3):205–216.
  • Falutz J, et al. J Acquir Immune Defic Syndr. 2010;53(3):311–322. PMID 20101189
  • Clayton AH, et al. Obstet Gynecol. 2019;134(5):899–908. PMID 31599840

Quellenangaben ohne PMID sind über den jeweiligen Fachverlag recherchierbar.