Vom Blutplasma ins Labor

GHK-Cu wurde bereits 1973 von Loren Pickart aus humanem Plasmaalbumin isoliert. Der Tripeptid-Kupfer-Komplex aus Glycin, Histidin und Lysin gehört damit zu den am längsten erforschten Peptiden überhaupt.

Der Mechanismus hinter der Kollagensynthese

Der Kupferanteil des Komplexes dient als Kofaktor für Lysyloxidase, ein Enzym, das für die Quervernetzung von Kollagen und Elastin verantwortlich ist – ein zentraler Schritt für die strukturelle Festigkeit von Bindegewebe.

Genexpressionsanalysen assoziieren GHK-Cu zudem mit einer Beeinflussung tausender Gene in Richtung reparaturassoziierter Muster, was das breite Wirkspektrum in der präklinischen Forschung erklären könnte.

Topisch weit verbreitet, injizierbar reguliert

In topischer Form ist der Wirkstoff als „Copper Tripeptide-1“ in unzähligen Kosmetikprodukten frei erhältlich und unreguliert. Die injizierbare Form wurde dagegen 2023 von der FDA als Kategorie-2-Substanz eingestuft.

Quellen

  • Pickart L, Margolina A. Int J Mol Sci. 2018;19(7):1987. PMID 29986520
  • Maquart FX, et al. J Clin Invest. 1993;92(5):2368–2376. PMID 8227353
  • Badenhorst T, et al. J Aging Sci. 2016;4(1):166.

Quellenangaben ohne PMID sind über den jeweiligen Fachverlag recherchierbar.